Death Wish
von Eli Roth – USA 2017 -108 Min.
Der Chirurg Dr. Paul Kersey erlebt die Folgen der Gewalt auf den Straßen Chicagos jeden Tag in der Notaufnahme – bis seine Frau und seine Tochter in den eigenen vier Wänden brutal attackiert werden. Die Frau stirb, die Tochter liegt im Koma. Da die örtliche Polizei der Ermittlungen nicht vorantreibt und generell von der Verbrechensflut in der Stadt überfordert scheint, beschließt Paul das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand zu nehmen. Er begibt sich auf nächtliche Streifzüge und bringt gnadenlos einen Kriminellen nach dem anderen zur Strecke. Bald schon gerät er dadurch in den Fokus der Medien und die Öffentlichkeit beginnt sich zu fragen, wer eigentlich hinter dem unbekannten Rächer steckt.
Ein Film als Kommentar zu einem hochbrisanten politisch-gesellschaftlichen Thema. Die USA-Waffenlobby hätte ihr Wohlgefallen. Zeigt er doch, wie wichtig die Wahl der richtigen Waffen ist. In der ersten Verfilmung (USA 1974; Regie: Michael Winner) war Charles Bronson ein erfolgreicher und gutsituierter Architekt; hier ist es ein Unfallchirurg, was Bruce Willis einige Vorteile beschert: er kann mit Schussverletzungen umgehen, er weiß, wie man bewusst Schmerzen zufügen kann und verfügt über auseichendes Wissen, seine eigenen Wunden zu versorgen. Außerdem kann er mit den Waffen ebenso passgenau und zielführend umgehen wie mit dem Operationsbesteck.