Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Vor uns das Meer

von James Marsh – GB 2017 – 112 Min.

Erzählt wird die außergewöhnliche Geschichte von Donald Crowhurst, einem Amateursegler, der 1968 beim Sunday Times Golden Globe Race angetreten ist, um der schnellste Mensch zu werden, der allein und ohne Zwischenstopp die Welt umsegelt. Mit seinem unfertigen, selbst entworfenen Boot und mit der Hoffnung durch das Preisgeld seine Firma zu retten um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, sticht Crowhurst schließlich in See. Er lässt seine Frau und die gemeinsamen Kinder zurück und begibt sich Hals über Kopf in ein Abenteuer, das Geschichte geschrieben hat. Sein Vorhaben scheiterte. Um sich nicht lächerlich zu machen, beschließt er, zu betrügen und gibt eine falsche Position an. Das Boot kehrte ohne ihn in den Heimathafen Teignmouth zurück.

Es ist die Geschichte eines ehrgeizigen Mannes, der sich übernommen hat und mit dieser Schande nicht leben kann. Zu groß sind die Enttäuschungen, die auf seine Familie, Freunde und Geschäftspartner zukommen. Obwohl es eine lange einsame Reise einmal um die Welt ist, kommt in der Filmhandlung keine Langeweile auf, da immer wieder Zwischenschnitte zu den örtlichen Ereignissen und Rückblenden mit Filmaufnahmen von der Familie eingefügt werden. Colin Firth meistert diese Rolle ebenso autark wie vor wenigen Jahre seine meisterhafte Leistung in „The King’s Speech“. Als Donald Crowhurst verwandet er sich von einem smarten Business-Mann mit typisch englischer Haltung in einen Abenteurer, der nach und nach verwahrlost und sich absondert.