Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

7 Tage in Entebbe

von José Padiha – USA/UK 107 Min.

27. Juni 1976 – eine Gruppe palästinensischer und deutscher Terroristen kapert die Air France Maschine 139 auf ihrem Flug von Tel Aviv nach Paris und erzwingt eine Landung in Entebbe, Uganda. An Bord sind über 250 Menschen, die in eine leerstehende Wartehalle untergebracht werden. Die israelischen Geiseln an Bord sollen gegen palästinensische Gefangene ausgetauscht werden. Mit einem Ultimatum von nur einer Woche muss die Regierung in Israel eine schwerwiegende Entscheidung treffen – durchbricht sie ihre bisherige Maxime, mit Terroristen nicht zu verhandeln? Es folgen 7 Tage in Entebbe, die sowohl die Politiker als auch die Kidnapper ans Äußerste bringen.

Obwohl das Ende dieses Dramas bekannt ist, gelingt es dem fesselnden, authentischen und intelligenten Film die Spannung zu halten. Er rekonstruiert die bedrückende Atmosphäre ohne genreübliche Klischees zu bedienen. „7 Tage in Entebbe“ ist ein überparteiliches, klares Plädoyer für das Verhandeln, das Reden und das Miteinander – und damit neben spannender Geschichtsaufarbeitung auch ein hochaktueller Film.