Astrid
von Pernille Fischer Christensen – Schweden u.a. 2018 – 123 Min.
Anfang des 20. Jahrhunderts im ländlichen Schweden. Die junge Astrid wächst in einer streng religiösen Familie auf und wird Volontärin bei einem kleinen Lokalblatt in Smaland. Ihr Chefredakteur, der vom Alter her ihr Vater sein könnte, erkennt ihr Talent fürs Schreiben und fördert sie. Doch dabei bleibt es nicht. Die beiden verlieben sich und Astrid wird ungewollt schwanger. Ein Problem für den Mann, da er noch verheiratet ist, aber getrennt lebt. Um den sich anbahnenden Konflikten und Skandalen zu entkommen, bringt Astrid ihr Kind in Dänemark zur Welt, wo es bei einer Pflegemutter in Kopenhagen bleibt. Da dem Erzeuger ein Strafverfahren wegen Ehebruch und Unzucht mit einer Abhängigen droht, muss Astrid in den kommenden Jahren einen eigenen Weg finden, ihr Leben zu meistern. Hilfreich ist dabei ihr Talent fürs Geschichtenerzählen.
Eigentlich eine kleine, nachvollziehbare Geschichte, eher für den Bildschirm als für die große Leinwand. Da die Kamera dicht bei der Hauptdarstellerin bleibt und deren Gefühlswelten dem Publikum hautnah vermittelt, ist ASTRID ein aufschlussreicher, emotional ergreifender Film: Die Protagonistin wird später unter dem Namen Astrid Lindgren (1907 – 2002) eine weltberühmte Kinderbuchautorin. Klassisches Biopic demnach; der schwedische Originaltitel „Unga Astrid“ („Astrid werden“) trifft es genauer.