Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Der verlorene Sohn

von Joel Edgerton – USA/Australien 2018 – 115 Min.

Ein Film nach einer wahren Begebenheit. Schauplatz ist eine Kleinstadt in Arkansas.

Hier lebt die Familie eines Baptistenpredigers. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der neunzehnjährige Jared. Als sein strenggläubiger Vater von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Reorientierungstherapie. Vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seine Familie und seinen Glauben zu riskieren, lässt er sich notgedrungen auf die absurde Behandlung ein. Seine Mutter begleitet ihn zu der abgeschotteten Einrichtung, deren selbst ernannter Therapeut ein entwürdigendes, qualvolles und unmenschliches Umerziehungsprogramm leitet. Er ist weniger an seinen Patienten sondern mehr an dem Geld finanzkräftiger Eltern interessiert. Letztendlich ist es seine Mutter, die sich emanzipiert und ihren Sohn von allen Zwängen freisetzt.

Es ist interessant, diese Geschichte zu verfolgen; sie verläuft allerdings eindimensional und spannungslos. Außerdem ist es kein Film für die große Leinwand, auch wenn vorzügliche Darsteller wie Russel Crowe und Nicole Kidman als Elternpaar eine glaubwürdige Leistung bieten.