Unheimlich perfekte Freunde
von Marcus H. Rosenmüller – D 2019 – 92 Min.
Hier und heute in D. Emil und Frido sind beste Freunde. Als in einem Spiegelkabinett auf dem Jahrmarkt die Spiegelbilder der beiden zum Leben erweckt werden, glauben die zehnjährigen Jungs, das große Los gezogen zu haben. Die Doppelgänger können nämlich all das, was Frido und Emil selbst nicht so gut können, ihre ambitionierten Eltern aber von ihnen erwarten. Doch als ihre Abbilder plötzlich beginnen, eigene Ziele zu verfolgen, müssen die beiden Freunde einen Weg finden, die unheimlichen Geister, die sie riefen, wieder los zu werden. Das aber gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Eine erfrischende und abwechslungsreiche Familienkomödie mit dem Charme eines modernen Märchens. Dank eines präzisen Drehbuchs funktioniert der Spiegel-Effekt über lange Zeit, je mehr Kinder aber dann direkt oder indirekt davon betroffen sind, desto verwirrender und kaum nachvollziehbarer wird die Handlung. Die Charaktere der Kinder sind treffend gezeichnet und von den Darstellern überzeugend umgesetzt; ideale Identifikationsfiguren fürs Publikum demnach. Ärgerlich hingegen sind einige alberne Szenen mit den Erwachsenen; sie wirken zappelig und bieten leider nur oft Anlass für aufgesetzte und unangebrachte Schadenfreude.