Einsam, zweisam
von Cédric Klapisch – F 2019 – 110 Min.
Rémy und Mélanie sind 30 Jahre alt und leben im Gare du Nord Viertel in Paris, nur ein paar Schritte voneinander entfernt. Während Mélanie nach vielen Verabredungen den Glauben an die Liebe verloren hat, schafft es Rémy kaum, überhaupt erst ein Date zu bekommen. Sie leben nebeneinander her, ohne sich je zu begegnen – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der jeder mit jedem verbunden zu sein scheint und ausgerechnet in einer Gegend zu wohnen, die von jungen und attraktiven Menschen nur so wimmelt. Rémy und Mélanie
verirren sich dabei immer mehr in den Untiefen des modernen Großstadtlebens – und ohne es zu ahnen, bewegen sich beide doch in eine gemeinsame Richtung.
Es klingt wie romantischer Kitsch über die Widersprüchlichkeit des Großstadtlebens – ist es aber nicht. Klapisch ist nahe dran an seinen Protagonisten und ihren Gefühlswelten, was den emotionalen Gehalt seines Films steigert. Ein Film, der hohe Konzentration erfordert ohne den Unterhaltungswert zu beeinträchtigen.