Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Jam

von SABU – Japan/D 2018 – 102 Min.

Der eitle, abgehalfterte Schnulzensänger Hiroshi muss sich eines zu enthusiastischen weiblichen Fans erwehren, die ihn entführt und zwingt, für sie einen Song zu schreiben. Ein gerade entlassener Häftling nimmt mit einem Hammer bewaffnet brutale Rache an seinen Ex-Kumpanen – mit seiner an den Rollstuhl gebundenen alten Mutter im Schlepptau. Und ein junger Mann versucht, durch gute Taten seine Freundin aus dem Koma zu erwecken, gerät dabei aber an falsche Freunde, die einen Überfall auf das nächste Konzert von Hiroshi planen.

„Jam“ ist eine schwarzhumorige Action-Komödie im klassischen Stil von SABU (Hiroyuki Tanaka), der mit ironischer Experimentierfreude gerne einfache und normale Menschen zeigt, die durch den Zufall geführt in persönliche Extremsituationen geraten. Hier sind es drei Geschichten, die zu einem fulminanten und aberwitzigen Finale verwoben werden. Er lässt das Leben seiner unwissenden Protagonisten wie Schnellzüge aufeinander zurasen. Nicht ohne dabei jeden von ihnen mit viel Respekt und einem Lächeln zu beschenken.