Narziss und Goldmund
von Stefan Ruzowitzky – D/A 2020 – 118 Min.
Eine zeitlose Geschichte über Freundschaft, Liebe, Verzicht und Verrat. Vorlage ist die gleichnamige Novelle von Hermann Hesse aus dem Jahr 1930. Die Handlung spielt im Mittelalter. Goldmund und Narziss lernten sich als Knaben im Kloster Mariabronn kennen. Der schöne und intelligente Goldmund fand in dem frommen Klosterschüler Narziss seinen Förderer und Lehrer. Goldmund konnte sich in das Klosterleben nicht einfügen und suchte immer wieder, die engen Grenzen zu überwinden. Als Narziss bemerkte, dass sich Goldmund nach mehr als nur Freundschaft sehnte, zog er sich zurück. Während Narziss asketisch lebte und handelte, machte sich Goldmund auf die Suche nach seiner Mutter. Er verbrachte die nächsten Jahre auf Wanderschaft, erlebte allerlei Abenteuer und lernte seine große Liebe, Lene, kennen. Doch als es etliche Jahre später unter dramatischen Umständen zu einem Wiedersehen mit Narziss kommt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.
Hermann Hesses biographisch gefärbtes Werk war weltweit erfolgreich und ist heute Kult. Bei der Adaption für die Leinwand musste die Handlung in einem anderen Rhythmus erzählt werden als im Buch. Entsprechend lange war auch die Vorbereitungszeit. Die erste Drehbuchfassung schrieb Stefan Ruzowitzky bereits 2014. An der Finanzierung der Produktion haben sich diverse Fördergremien aus Deutschland und Österreich beteiligt.; mehr als zehn insgesamt. Das ist oft ein Anzeichen dafür, dass niemand so recht an den Film glaubte, obwohl es sich bei der Vorlage um populäre deutsche Erbauungskultur handelt. Entstanden ist immerhin ein opulentes Ausstattungskino mit reizvollen Schauwerten.