Der Fall Richard Jewell
von Clint Eastwood – USA 2020 – 120 Min.
Eine Story, die auf wahren Ereignissen beruht. Ein hochaktueller Film über eine Geschichte die zeigt was passiert, wenn staatliche Institutionen und meinungsbildende Medien die Wahrheit verschleiern. Inszeniert von dem „Altmeister“ (ein passenderes Wort für ihn fällt mir jetzt nicht ein) Clint Eastwood geradlinig mit Routine und scharfem Blick für Charaktere und Ambiente.
Der Vorfall ereignete sich während der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta. Der Wachmann Richard Jewell hat durch sein schnelles, eigenmächtiges Eingreifen bei einem Bombenanschlag das Leben vieler Menschen gerettet. Doch der Ruhm des Helden verkehrt sich schon einige Tage danach ins Gegenteil. Der übereifrige Möchtegern-Gesetzeshüter wird zum Hauptverdächtigen des FBI, gleichermaßen diffamiert durch die Presse und Öffentlichkeit, die ihn als einen einsamen und frustrierten Einzeltäter diffamieren. Hilfe findet er bei dem unabhängigen Anti-Establishment-Anwalt Watson Bryant, der es mit dem FBI und dem Atlanta Police Department zu tun hat und gleichzeitig den autoritätsgläubigen Richard davon abhalten muss, den Menschen Vertrauen zu schenken, die ihn zerstören wollen. Emotional ergreifend gespielt wird er von Walter Hauser, bekannt aus „I, Tonya“. Sam Rockwell als Anwalt und Jon Hamm als leitender FBI-Ermittler liefern sich ein hochspannendes Duell auf dem höchsten Niveau ihres darstellerischen Könnens.