Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

ZDF

Schatten der Mörder – Shadowplay

von Mans Marlind - D/Kanada – 8 x 55 Min. – ZDF

Der Brooklyner Polizist Max McLaughin übernimmt den Auftrag, 1946 im zerstörten Nachkriegs-Berlin beim Aufbau einer Polizeieinheit zu helfen. Gleichzeitig sucht der dort nach seinem Bruder Moritz, der sich dort aufhalten soll. Gemeinsam mit der deutschen Polizistin Elsie jagt der einen skrupellosen Kriminellen, den man „Engelmacher“ nennt und die Wirren in der Sektoren-Stadt für seine Verbrechen nutzt. Max trifft Moritz – deren verstorbene Mutter eine Deutsche war – und muss erfahren, dass dieser sich als einer der Befreier von Dachau auf einem persönlichen Rachefeldzug befindet und undercover ehemalige, untergetauchte Nazis liquidiert. Als Vorlage für seine „Lausbubenstreiche“ dient das Bilderbuch von Wilhelm Busch.

Auch die politischen Gegebenheiten sind fragil und mitunter undurchschaubar. So z.B. lässt der amerikanische Vize-Konsul Nazi-Verbrecher illegal aus der Stadt ausfliegen und lässt sich dafür mit Beutekunst bestechen.

In erster Linie besticht diese Serie durch die virtuelle Rekonstruktion des Schauplatzes und das mit internationalen Darstellern besetzte Ensemble. Die Handlung selbst krankt an der wenig überzeugenden Konstruktion des Drehbuches, die die diversen Stränge nicht logisch verknüpft. Spannung geht vor Glaubwürdigkeit; eine lieblose Syncronisation der unterschiedlichen Sprachen und Kulturen ist mehr als ärgerlich.