Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Netflix

La Mante

von Alexandre Laurent – F 2017 – 6 x 52 Min. – netflix

La Mante (frz. für: die Gottesanbeterin) ist der Spitzname von Jeanne Deber. Die inhaftierte Serienmörderin hat vor 25 Jahren in Paris acht Männer auf sehr brutale Weise getötet. Und nun beginnt eine neue Mordserie, dessen Verbrechen offensichtlich von ihr inspiriert sind. Aus ihrer Einzelhaft heraus bietet sie der Polizei ihre Mithilfe bei der Suche nach dem Nachahmungstäter an. Ihre Bedingung: ihr entfremdeter Sohn Damien Carrot, der für die Polizei als Undercover-Agent arbeitet, soll der einzige sein, mit dem sie redet. Damien übernimmt die Leitung eines Sonderkommandos und wird dadurch mit der Vergangenheit konfrontiert. Die Situation ist äußerst riskant, denn im Freundes- und Bekanntenkreis Damiens gilt seine Mutter als Opfer eines Flugzeugsabsturzes. Auch Damiens Frau Lucie hat keine Ahnung. Als dieser sich ihr gegenüber immer merkwürdiger verhält und von nächtlichen Alpträumen heimgesucht wird, beginnt sie auf eigene Faust mit Recherchen und gerät in eine für sie bedrohliche Situation.

Jeanne Deber hat seinerzeit Selbstjustiz verübt. Sie wollte die Menschen vor dem Bösen schützen; ihre Opfer waren Gewaltverbrecher, Vergewaltiger und Betrüger. Die neue Mordserie ist cool inszeniert und erreicht mit sich dramatisch zuspitzenden und vielschichtigen Handlungsebenen die erforderliche Spannung für einen Psychothriller. Alles stimmt: Plot, Charaktere, Schauplätze und Atmosphäre. Lediglich die Auflösung enttäuscht. Sie ist weder originell noch überzeugend.