50 qm
von Selcuk Aydemir und Burak Aksak – Türkei 2021 – 8 x 50 Min. – netflix
Gölge ist ein Auftragskiller des allmächtigen Servet Nadir. Als es zu einem Bruch zwischen den beiden kommt, flüchtet er in eine 50 qm große Schneiderei, die im Viertel Güzelce in Istanbul liegt. Er erinnert sich nicht an seine Herkunft und Kindheit; nur Servet kennt das Geheimnis. In Güzelce vermuten seine neuen Nachbarn, dass er Adem, der Sohn des kürzlich verstorbenen Schneiders Adil ist. Gölge entschließt sich, die Identität von Adem anzunehmen und sich zu integrieren. Er will ein neues Leben beginnen. Doch den Schatten seiner Vergangenheit kann er nicht entfliehen. Als Spekulanten die Häuser des Viertels abreißen wollen ist es Adem, der das verhindern will und sich dabei mit ihnen anlegt. Diese scheuen vor kriminellen Machenschaften nicht zurück und setzen Auftragskiller ein, um ihr Ziel zu erreichen. Adem, immer noch auf der Suche nach seiner wahren Identität, muss sich an mehreren Fronten bewähren. Einerseits sind es die Männer, die ihn töten wollen; andererseits sind es die misstrauischen Nachbarn, die seine Absichten nicht durchschauen. In den ersten Folgen der Serie werden die Bewohner des Viertels und deren Lebensrealität anschaulich präsentiert. Darunter befinden sich originelle und skurrile Typen aber auch tragische Existenzen. Die Handlung folgt keinem bestimmten Genre-Schema. Den klassischen Thriller-Elementen wird eine ordentliche Portion schwarzer Humor hinzugefügt. Die Charakteristik des Helden Adem ist zu perfekt, um glaubhaft zu sein. Die letzte Folge endet mit einem Cliffhanger, doch der Vorrat an Interesse an dem weiteren Geschehen ist verbraucht.