Capitani
von Thierry Faber – Luxemburg 2019 -12 x 30 Min. – netflix
In dem (fiktiven) Ort Manscheid wird im Wald die Leiche der15-jährigen Jenny Engel gefunden. Daraufhin wird Inspektor Luc Capitani in die Region entsandt, um den mysteriösen Mordfall zu untersuchen. Unterstützt wird er bei seinen Ermittlungen von der jungen ortsansässigen Polizistin Elsa Ley. Der schroffe, energische Capitani hat Schwierigkeiten im Umgang mit ihr und der Mentalität der Dorfbewohner. Während der Ermittlungen dringen die beiden immer weiter in ein kompliziertes Netz aus Intrigen ein, in welchem nichts so ist, wie es scheint. Und sehr schnell zeichnet sich das Bild ab, dass die Dorfbewohner mehr wissen, als sie zugeben. Das trifft auch auf Jennys Zwillingsschwester und andere Familienangehörige zu. Capitani muss nicht nur den Mordfall aufklären, sondern zuvor auch die Denkweise von jedem einzelnen Bewohner nachvollziehen und ein System aufbrechen, in dem viele Menschen für das Gemeinwohl manipuliert werden. Die Liste der verdächtigen Personen reicht vom Bürgermeister bis hin zum Dorftrottel. Und dann stellt sich auch heraus, dass es Capitani nicht zufällig nach Manscheid verschlagen hat. Die Hotelchefin ist eine Bekannte aus früheren Zeiten und beide sind in ein ungeklärtes Verbrechen verwickelt.
Eine überzeugend konstruierte Story mit immer neuen Überraschungen, deren Auflösung leider enttäuscht. Dafür ein Ensemble eigenwilliger Charaktere und eine merkwürdig beklemmende Atmosphäre. Die erste Staffel war so erfolgreich, dass nicht nur die Luxemburger sich eine Fortsetzung wünschten. Die besten Voraussetzungen sind gegeben, da das Potential des Personals noch nicht verbraucht ist.