The Last Duel
von Ridley Scott – USA/UK 2021 – 153 Min.
Die alten Schlachten werden immer wieder aufs Neue geschlagen. Das Hauen und Stechen geht weiter; auf dem Bildschirm und auf der Leinwand. Aktuell erleben wir im Kino eine Geschichte aus dem Frankreich des 14. Jahrhunderts, die nach Angabe der Produktion auf wahren Begebenheiten beruht. Es geht um das letzte in Frankreich gerichtlich angeordnete Duell zwischen Jean de Carrouges und Jacques Le Gris; zwei Freunde, die zu erbitterten Rivalen werden. Carrouges ist ein angesehener Ritter, bekannt für seine Tapferkeit und sein Geschick auf dem Schlachtfeld. Le Gris ist ein normannischer Knappe, dessen Intelligenz und Eloquenz ihn zu einem der angesehensten Adeligen am Hof machen. Als Le Gris gegenüber Carrouges’ Frau Marguerite brutal übergriffig wird und dies vehement bestreitet, weigert sie sich, zu schweigen und bringt ihn vor Gericht –ein Akt der Tapferkeit und Willenssterke. Da Le Gris nach wie vor seine Unschuld beteurt, fordert de Carrouges ihn zu einem Duell im Rahmen eines Gottesurteils auf.
Der Historienfilm basiert auf einem Buch des US-Amerikaners Eric Jager. Die Realisierung des Projektes wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie mehrfach verschoben. Die Handlung des mit gut aufgelegten Stars bestückten Films wird aus der unterschiedlichen Perspektive der drei Protagonisten geschildert. Das ist dramaturgisch so perfekt umgesetzt, dass es zu keinen ermüdenden Wiederholungen kommt. Solange man die Chance hat, den Film im Kino zu sehen, sollte man sie nutzen.