Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Churchill

von Jonathan Teplitzky – GB 2016 – 94 Min.

Ein Ausschnitt aus dem Leben eines großen Staatsmannes. Der Film konzentriert sich auf die Zeitspanne, in der die alliierten Streitkräfte sich auf die D-Day-Operation vorbereiteten. Aufgearbeitet werden die unterschiedlichen, teilweise kontroversen Positionen der politischen und militärischen Führungskräfte. Ein Nebenschauplatz ist das Privatleben des Protagonisten; in erster Linie die Beziehung zu seiner Ehefrau Clementine, die als wichtige Ratgeberin fungierte.

Eigentlich ein Film, den die Welt nicht braucht. Die Beschränkung auf wenige Personen und Schauplätze kann auch auf dem Bildschirm bestehen. Da die Vorgänge um die Invasion hinreichend aufgearbeitet und dokumentiert sind, ist es mehr ein bebilderter Geschichtsunterricht als ein emotional ansprechendes Kinoporträt.

Eine andere Zeit, eine andere Gelegenheit: Mit „Young Winston“ gelang Richard Attenborough 1972 eine spannende Verfilmung der Autobiographie Churchills. Aber hier geht es in erster Linie um dessen Jugendabenteuer. Vielleicht an der Zeit, diesen Film mal wieder zu sehen.