The Square
von Ruben Östlund – Schweden, Deutschland, Frankreich, Dänemark 2017 – 145 Min.
Es geht um Christian, den smarten Kurator eines der größten Museen in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist „The Square“. Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Als Christian durch Trickdiebe ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante und spektakuläre Mediakampagne zu der neuen Ausstellung um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken. Nichts ist mehr wie früher.
Eine bissige Satire über individuelle und gesellschaftliche Ängste. Es geht um die Widersprüche zwischen eigenem Selbst- und Gesellschaftsbild und den realen Verhältnissen. Mit feinem, ironisch-entlarvendem Humor sowie durch eine subtile Bildsprache wirft der Film brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf, wobei seine Protagonisten und deren Umfeld – die schillernde Welt der Kunstszene - als Mikromodell dienen. Nicht geradlinig erzählt, sondern mit Gespür für Details und Nebensächlichkeiten, die irgendwann, irgendwo bedeutsam werden – oder auch nicht.
„The Square“ wurde mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele in Cannes 2017 ausgezeichnet.