Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Die Schi’tis in Paris

von Dany Boon – F 2017 – 107 Min.

Ein erfolgreicher, selbstgefälliger Pariser Architekt wird mit einer großen Retrospektive geehrt. Da er sich seiner Herkunft schämt – seine Sch’ti-Herkunft aus dem Arbeitermilieu – hat er seine Biografie gefälscht. Nun ist es aber so, dass seine ahnungslose Familie aus Nordfrankreich – sie leben auf einem Schrottplatz und in einem Wohnwagen - von der Ehrung erfährt, sich nach Paris aufmacht und die Veranstaltung sprengt. Die unterschiedlichen Welten treffen aufeinander und die Situation droht zu explodieren.

Die Charaktere und der eigenwillige Humor der Sch’tis sorgten vor zehn Jahren für einen Millionenerfolg in Frankreich und auch in Deutschland. Es war klar, dass dieses Konzept kommerziell ausgereizt wird. Nun ist es hier aber so wie bei einem Teebeutel, der nach erneutem Gebrauch seinen Geschmack und seine Farbe verliert. Die Story und auch die aus der Sprache abzuleitenden Witzchen funktionieren nicht so recht. Amüsant einzelne Sequenzen, in denen sich Dany Boon als Hauptdarsteller und Regisseur wie einst Jaques Tati bravourös in Szene setzt.