Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Netflix

Enola Holmes

von Harry Bradbeer – USA 2020 – 123 Min. –netflix

Enola (= Alone) ist die jüngere Schwester der berühmten Brüder Sherlock und Mycroft Homes. An ihrem 16. Geburtstag verschwindet ihre feministisch aktive Mutter (scheinbar) spurlos. Der konservative Mycroft wird ihr Vormund und will sie in ein strenges Mädchen-Internat stecken. Sherlock ist zu sehr mit sich beschäftigt und kann ihr nicht helfen Die selbstbewusste, freche Enola entgeht diesem Schicksal, indem sie sich als Junge verkleidet und sich auf die Suche nach ihrer Mutter macht. Unterwegs stößt sie auf einen anderen Ausreißer, der ihre Pläne durchkreuzt. Es ist der junge Lord Viscount, der in London seinen Platz im House of Lords einnehmen soll. In London angekommen wechselt Enola mehrfach Identität und Aussehen, um allen Nachstellungen zu entgehen und hat gefährliche Situationen zu meistern, um ihr Ziel zu erreichen. Sie ist in allen Szenen des Films präsent und als Protagonistin wendet sich sie hin und wieder direkt an die Zuschauer und kommentiert mit Witz und Ironie das rasante und turbulente Geschehen. Die Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters liefert einen visuell berauschenden Hintergrund der raffiniert konstruierten Detektivgeschichte. Ein Glücksfall ist die Besetzung dieser Rolle mit der überragenden Millie Bobby Brown, der es als smarter und umschwärmter Teenager schon jetzt zu weltweitem Starruhm gebracht hat. Sie ist auch die Ko-Produzentin des Films. Man darf gespannt sein auf ihre weiteren Karriereschritte.