Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Netflix

La Revolution

von Aurélien Molas und Francois Lardenois . – F 2020 – 6 x 50 Min. – netflix

Es ist die Zeit vor der Revolution; Frankreich im Jahre 1787. Der ambitionierte Landarzt Joseph Guillotin (!) untersucht eine mysteriöse Mordserie. Ein Virus namens Blue Blood verleitet Mitflieder der Aristokratie dazu, Menschen aus dem Volk umzubringen. Bislang mussten sie für den Wohlstand und die Ernährung dieses Standes sorgen. Als sie sich weigerten verwandelten sich die Adeligen in Vampire und Zombies und ernährten sich von den infizierten Körpern. Das große Fressen fand standesgemäß in Gasthöfen statt. Guillotin sucht verzweifelt nach einem Gegenmittel. Das Volk rebelliert gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeiten. Es dauert nicht lange, bis der ausgesaugte Stand der Bauern und Bürgern die Kraft zu Revolution aufbringt. Das von dem Mediziner, Freimaurer und Politiker Joseph-Ignace Guillotin entwickelte Gerät zur mechanischen Enthauptung kommt ab 1792 zum Einsatz

Ein visuell berauschendes Historien-Spektakel mit ausreichendem Hauen und Stechen, mit Fantasy- und Horror-Elementen. Nur in der Phantasie werden die Toten nicht sterben. Und so erklärt sich auch der Genre-Mix dieser Serie. Eine überborgende Ausstattung in historischen Schlössern und Klöstern sorgt für eindrucksvoll Übergänge der Kontraste zwischen Glanz und Elend, Hell und Dunkel. Nur die Musik verlässt zu oft den zeitgemäßen historischen Rahmen und bedient sich des Sounds von heute gängigen Mustern.

(ab 03.10.2020)