Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Netflix

Wir können nicht anders

von Detlev Buck – D 2020 – 102 Min. – netflix

Erst sterben die blühenden Landschaften, dann die Dörfer und am Ende die Menschen. Buck hat einen Western gedreht, der im Wilden Osten spielt. Von dem Charme und dem Witz des

Films „Wir können auch anders“ ist nichts mehr vorhanden. Die raue, unwirtliche Alltagsrealität lässt dafür keine Spielräume. In einem heruntergekommenen LPG-Gelände haben es sich ein paar Typen eingerichtet. Ein selbst ernannter Gangsterboss führt eine Gruppe von gescheiterten Existenzen an, die als Freiwillige Feuerwehr nichts mehr zu löschen haben. Edda, die zu einem Familienfest in das marode Nest zurückkehrt. Begleitet wird sie von ihrem Zufallsfreund Samuel, der als Sprachwissenschaftler auf gewaltgeladene Aktionen nicht die richtigen Antworten findet.

Statt Aufbruch zeigt Buck hier Zusammenbruch. Eine verwurstete Gangster-Komödie, in der allein Peter Kurth im Bademantel und mit Kalaschnikow die nachhaltigen Akzente setzt. Der Rest ist beliebig. Die Fortsetzung des frühen Films mit den inzwischen gealterten Protagonisten Król und Krausse wäre aus meiner Sicht sinnvoller und ergiebiger gewesen.

Mehr Gehalt statt Gewalt.