Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Netflix

Lupin

von Louis Leterrier – F 2020 – 5 x 50 Min. – netflix

Omar Sy, einer der „ziemlich besten Freunde“, spielt Assane Diop, der unter dem Namen „Lupin“ seinen Vater rächen will. 25 Jahre zuvor war dieser eines Verbrechens beschuldigt worden, das er nach Ansicht seines Sohnes nicht begangen hat. Er wurde verdächtigt, bei seinem Arbeitgeber Pellegrini das Collier der Königin Marie-Antoinette gestohlen zu haben. Kurz nach seiner Verhaftung stirbt er im Gefängnis. Als Jahre später der Schmuck wieder auftaucht und bei einer Auktion im Louvre versteigert werden soll, schlüpft Diop in die Rolle des Meisterdiebs, stiehlt die wertvolle Halskette und startet seinen Rachefeldzug gegen die Familie Pellegrini, die in der französischen Gesellschaft eine führende Rolle einnimmt. Parallel dazu kommt ihm ein Polizist, ein Kenner der Bücher Maurice Leblancs, auf die Spur, doch seine Kollegen schenken seinen Lupin-Theorien keinen Glauben.

Was wie ein intelligenter, optisch beeindruckender französischer Krimi in bester Tradition beginnt, mündet ab Folge 2 in ein ideenarmes „ein Mann sieht rot“–Schema. Schade, denn die Besetzung der Rolle des Gentleman-Diebs Arsène Lupin mit Omar Sy hätte die legendären Figur um neue und außergewöhnliche Facetten bereichern können. Immerhin bietet die Serie einen Kurzurlaub in Paris an, was in den Corona-Zeiten eine Bereicherung darstellt: z.B. ein ausführlicher Aufenthalt in Louvre und eine Fahrrad-Verfolgungsjagd im Jardin du Luxembourg. Danke.

(Januar 2021)